Tibet

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Tibet

Beitrag  Der Kapitän am So 2 Jul 2017 - 14:14



Beispiel: zwei tibetische Mönche gehen an Streitenden vorbei
und wollen den Streit schlichten. Aber damit polarisieren sie nur.
Wir erinnern uns an Solara: wir können keine Brücke zu ihnen bauen.
Sie müssen eine Brücke zu uns bauen. Empfehlung: wenn man an Streitenden
vorbei kommt, sich einfach ein paar Stichworte merken, von dem, was man
aufgeschnappt hat und die dann für sich abarbeiten. Ansonsten hat man
den Streit dann im eigenen Keller in der eigenen Einbildung.

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Teachings

Beitrag  Der Kapitän am Do 27 Jul 2017 - 19:56

21. Juli 2017

The Art of Transforming Suffering
https://www.youtube.com/watch?v=TLgLvLh6j0Y
with Venerable Sangye Khadro: The Mind and Suffering

sunny
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Kuddelmuddel

Beitrag  Der Kapitän am Mi 27 Sep 2017 - 17:11

Kuddelmuddel ist auch immer Tibet (der Teil mit dem man umgehen kann). Djwal Khul hat verstanden, dass der Oberbegriff Kuddelmuddel heißt. Unterscheidungen zwischen lebender Meister, immanente und transzendente Gottheit. Krischna begründet die lebenden Meister, fällt selber unter immanente Gottheit. Odin ist eine transzendente Gottheit. Wenn Sladdi in ihrer Wohnung ist und die Protokollarische zuckt, weil Sladdi schon eine Minute zu spät ist und das für Sladdi wahrnehmbar macht, ist das transzendent für Sladdi. Diese Unterschiede anzuwenden, wurde bisher nicht gemacht. Überforderung - irgendwas ist geschaltet und es gibt Überforderung. Es ist wertvoll, dass der Onkel Unterschiede macht (Unterscheidungen) zwischen Staubkorn A und Staubkorn B, das nimmt die Überforderung.

Odin ist im Leben des Buddha. Aus Sicht von Djwal Khul sieht es wie ein Opfer aus, es ist aber für Odin kein Opfer (ist nur eine kleine Münze). Da oben ist einer, der die Dinge mit großer Intuition entzerrt, das erklär mal jemandem, der sich mit Lupe auf den Boden legt, um dort den großen Überblick zu gewinnen. Maitreya macht das Technische. Jesus hat unterm Buddha die Darstellung gemacht (ist im Buddha). Der Buddha in Indien zur Zeit als Jesus in Indien war, geistige Hierarchie, jeder hat die absolute Freiheit zu dienen. Das hamse nicht gemacht, haben gebuckelt. Es ist alles sehr auf Automatik. Die vielen Buddhas sind durch Odin intuitiv begründet. Beispiel: der Buddha des rechten Handgelenks, der Buddha der linken Maustaste etc. ... Thema Unwissenheit - das ist auch für Sladdi noch ein Thema. Sie ist am Grummeln und will lieber die Unwissenheit. Das Grummel sagen ist schon gut.

Odin freut sich über die Aufkleber, die vom Onkel zu Sladdi gehen. Jedesmal aufs neue ihre Überraschung und ihr Staunen und ihre klingende Freude - das ist korrekt. Durch die vielen netten Bärchen fließt Wissen mit. Und auch dass sie sehr formell die Arbeitskreise mit der Protokollarischen einhält und dass Berne noch viel zu groß ist und dass sie dem Onkel zuhört (ihn anhört), das genügt schon. Auf anderen Kanälen wird das mitgepflegt. Und wenn sie irgendwann aufwacht, soll sie sich nicht wundern.. Nicht gleich hingehen und ein Buch "mieses Karma" kaufen. Wenn die Meister jahrelang was vorbereitet haben, besser nicht auf die Bremse treten. Die Kraft wahrnehmen. Freiheit bedeutet, die Kraft wahrzunehmen und zusätzlich was zu tun. Wie das System und neben dem System arbeiten.

Die Sache mit dem Avatar Jesus fängt jetzt erst an. Der letzte Avatar mit Buddha hat Ordnung gemacht. Jesus hat unterm Buddha bestimmte Darstellungen gemacht. König Salomo ist so reich, weil er durch Harmonie die Menge rezeptiert hat, was gar nicht so leicht sein soll. Kapital ist was ganz anderes, als es bis jetzt definiert wurde. Odin und die Sache mit Unterschied und Definition. Aristoteles war eher oberflächlich, was die Unterscheidungen angeht, aber er hat trotzdem große Wirkungen erzielt und man sollte sich da ein bißchen hineinarbeiten.

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Zaubermützen

Beitrag  Der Kapitän am Mi 11 Okt 2017 - 14:21

Der Tibeter sagt: die heutige Menschheit ist in einem fanatischen Sinne idealistisch.
Der schweizer Kollege schrieb wegen der WG, dass er grundsätzlich ein Ja erhalten hätte.
Vom Grundsatz her kann man immer erst Ja sagen, aber dann muss man nicht weitergehen.

Wenn man unterwegs von einem unbescholtenen Bürger gefragt wird,
ob man zu ihm ziehen will, kann man Ja sagen, weil es sich erstmal um
einen unbescholtenen Bürger handelt. Und dann muss man die Dinge prüfen.
Stichwort: mathematische Unterscheidung.

Dann las der Onkel die Schlussrede aus dem Deuteronomium
Kräusel - Punkt 14 und 15 (an Sladdi gerichtet?).
http://de.wikipedia.org/wiki/5._Buch_Mose

Ethik, Verleugnung in den Instinkten, Fluch, bzw. Flüche. Das ganze Volk sage Amen.
Ein Kreuz von Künstlerhänden gefertigt, heimlich aufgestellt und nicht transparent gemacht.
Alles sinnbildlich zu verstehen, sinnbildliche Rinder und Schafe.

Nach dem metaphysischen Durchknallen verstärkt sich alles, auch die Flüche. Hüstel.
Und alle sind noch mehr miteinander verbunden. Es kommt noch mehr von den anderen
bei einem selbst an. Stichwort: Mützen, besser gesagt Zaubermützen - früher hat man
mal eine einzige gesucht und nicht gefunden, heute hat man zehn Zaubermützen
gleichzeitig zu bedienen.

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Beitrag  Der Kapitän am Fr 10 Nov 2017 - 8:43

Von einem Tibetkalender stibitzt ...

"Im Sherpaland ist jeder Weg mit Steinhaufen und Gebetsfahnen markiert,
die einen daran erinnern, dass des Menschen wahres Haus nicht das Haus, sondern der
Weg ist und das Leben selbst eine Reise, die zu Fuß zurückgelegt werden muss." (Bruce Chatwin)




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Beitrag  Der Kapitän am Di 14 Nov 2017 - 20:22


Freigebigkeit

"Die ganz einfachen Formen der Freigebigkeit -
geringe Gaben, wie einen Teller Essen oder Nahrung für Tiere -
soll man nicht gering schätzen und vernachlässigen.

Denn gerade durch die Übung und Gewöhnung an das Geben
entwickelt sich allmählich eine Kraft, die in die Lage versetzt,
leichten Herzens weggeben zu können, ohne ein Gefühl
des Verlustes zu erleben." (by Geshe Thubten Ngawang)



https://www.tibet.de/home.html

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Beitrag  Der Kapitän am Sa 18 Nov 2017 - 10:54

Die Superzahl:
nichts liebt der Tibeter mehr,
als die Superzahl aus dem Lotto.

Wink
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Dalai Lama

Beitrag  Der Kapitän am Di 21 Nov 2017 - 19:01


"Alle Getränke und Speisen, die wir zu uns nehmen, verwandeln sich ständig in Exkremente. So betrachtet, ist der Körper ebenso abstoßend wie eine Jauchegrube. Er entsteht aus Unreinem, besteht aus Unreinem und erzeugt Unreines. Derartige Überlegungen mindern die Attraktion des Körpers für uns. Selbst der schönste Körper macht einen schaudern, wenn ihm die Haut abgezogen ist. Sieht man ihn aufgeschnitten auf einem Operationstisch vor sich, so fühlt man sich unbehaglich. Das Haften am Körper ist die größte aller Verirrungen, die es abzulegen gilt."

scratch

Kommentar: Der Tibeter sieht nicht den Körper der Hermetik in dem Körper.
Der Tibeter sieht in der menschlichen Erscheinung immer nur den Kadaveranteil.
Der Asiate sieht in der menschlichen Erscheinung den Leichenanteil.


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Sravasti Abbey

Beitrag  Der Kapitän am Mi 22 Nov 2017 - 3:12

Creating peace in a chaotic world.

Fotos, Fotos, Fotos ...
aus Sravasti Abbey USA
http://www.sravasti.org/gallery/2015/2015photos.shtml

Im Forum des Tibetischen Zentrums berichtet eine Nonne
regelmäßig über ihre Ausbildung in Sravasti Abbey, die durch Spenden ermöglicht wurde.
https://forum.tibet.de/index.php/topic,8091.60.html




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Yogis of Tibet

Beitrag  Der Kapitän am Mi 22 Nov 2017 - 3:16


Yogis of Tibet
https://youtu.be/sFSjxc2Vg14
Dieser Film wurde schon mal vorgestellt auf der vorigen Seite,
der Link ist inzwischen erloschen (mal sehen, wie lange dieser hält).




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Lhasa

Beitrag  Der Kapitän am Mi 22 Nov 2017 - 3:17


Ein Video über:

Alexandra David-Neel  

Pionierinnen der Neuzeit
https://www.youtube.com/results?search_query=alexandra+david+neel+film

In ihrem 57. Lebensjahr betrat sie als bettelnde Pilgerin in Begleitung ihres Adoptivsohnes, des Lama Yongden,
nach einer abenteuerlichen Himalaya-Überquerung zu Fuß von China her kommend als vermutlich erste Europäerin die verbotene Stadt Lhasa in Tibet. Bei dieser Reise musste sie sich mit Ruß und Schmutz tarnen, um nicht als Ausländerin erkannt und des Landes verwiesen zu werden (Wikipedia).

sunny

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Die tibetische Medizin?

Beitrag  Der Kapitän am Mi 22 Nov 2017 - 10:16


Das Ende der Hoffnung auf die tibetische Medizin -
nach 15 Jahren hat der Dalai Lama die Hoffnung aufgegeben,
dass die tibetische Medizin die Steine in seinem Körper auflösen würde
und hat sich doch operieren lassen, obwohl er das gar nicht wollte.

Dalai Lama
Finding Happiness in Troubled Times
http://www.youtube.com/watch?v=VIX3tdFPolg

cherry

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Breakfast Corner

Beitrag  Der Kapitän am So 26 Nov 2017 - 6:02






so oder so ...

03-21-16 Equalizing and Exchanging Self and Others Part 1
https://www.youtube.com/watch?time_continue=21&v=u9qytt4jkv4


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Beitrag  Der Kapitän am So 26 Nov 2017 - 15:12







Fundsache ...

Tibet ist grauenhaft. Die Dalai Lama Sprüche wurden ja zuletzt immer durchgestrichen vom Onkel.
Der Kalender für dieses Jahr wurde jetzt weggeworfen. Die Tibeter machen am wenigsten zur Sache,
sie diskutieren zur Person. Sie versachlichen die Menschen. Keine Dialoge. Priestertyrannei,
sie suchen Kinder aus und sehen Inkarnationen. Febr. 2014

Shocked
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Beitrag  Der Kapitän am Mo 27 Nov 2017 - 9:06


"Der Buddhismus ruht auf zwei Säulen:
Mitgefühl gegenüber allen Wesen und Weisheit
in Bezug auf die wahre Natur der Dinge."
(Dalai Lama)



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Im Tibetischen Zentrum

Beitrag  Der Kapitän am Mo 27 Nov 2017 - 18:07




Moin, moin!

"Wenn wir die lästigen Ratten und Mäuse (Innere Zwänge und Unheilsame Tatpfade)
in unserem Haus (Herzgeist) nicht mehr haben wollen, sollten wir uns eine Katze anschaffen.

In diesem Fall müssen wir uns bloß noch um diese Katze (Gefühlsachtsamkeit) kümmern
und die Ratten und Mäuse verschwinden wie von selbst.
Wir müssen sie also nicht mehr eigens einfangen.
Denn die Katze macht, was sie von sich aus immer macht
und das Unerwünschte verschwindet ohne unser Zutun."
(September 2007)



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Beitrag  Der Kapitän am Di 28 Nov 2017 - 11:22

"Nicht das Böse,
nicht Gewalt, Unwissenheit
ist das Problem in der Welt."
(Der Tibeter)

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Danke

Beitrag  Der Kapitän am Fr 1 Dez 2017 - 11:36

In einem tibetischen Forum wurde ein Video vorgestellt, aus einer Buddhistischen Gemeinde im Staate Washington. Die Gemeinde ist hier bekannt, weil ein Mitglied des Tibetischen Zentrums in Hamburg dort eine Ausbildung macht. Im Video hören wir die Leiterin der Gemeinde - ihr Name ist Thubten Chodron.

Responding to Terrorism
https://www.youtube.com/watch?v=0U0FhuCn8b0

Durch ein Mitglied, das die englische Sprache nicht versteht, bin ich inspiriert worden, das Video zu übersetzen. Ein paar Begriffe waren mir nicht bekannt, die fehlen leider.

Thubten Chodron erwähnt, sie sind gebeten worden, über das zu sprechen, was da in Paris passiert ist. Solche Themen zählen nicht gerade zu ihren Favoriten, aber sie kann es verstehen, wenn die Menschen näheres darüber wissen möchten. Sie stimmt mit dem Papst überein, dass es sehr schwierig ist, sich vorzustellen, dass es menschliche Wesen sind, die so etwas tun. Und es bringt sie zu der Frage: was ist der Unterschied zwischen Krieg und Terrorismus? Krieg ist irgendwo legal? Und Terrorismus ist es nicht? Da ist kein klarer Unterschied im Verständnis von Thubten Chodron, denn beide beinhalten das Töten von Menschen. Im Krieg werden "nur" Soldaten getötet? Nein, das ist nicht wahr. Es ist verwirrend, dass Krieg und geeignete Bestrafung OK sein sollte, aber Terrorismus nicht. Keins von allem kann OK sein.

Über all das nachzudenken sollte in die täglichen Übungen aufgenommen werden. Ich habe das Karma erschaffen, dass ich jetzt hier lebe, in der Welt, wo solche Dinge geschehen. Obgleich ich ja das Karma nicht erschaffen habe, damit diese Dinge geschehen sollten, sondern um das zu erfahren, die Art, wie ich davon beeinflusst werde, von dieser Art von Schmerz. Damit verbunden ist meine Verantwortung, weil ich das Karma verursacht habe, jetzt am Leben zu sein, wo all das geschieht. Das bestärkt Thubten Chodron nochmal, nicht voreingenommen zu sein, keine Vorurteile zu haben. Die Gefahr besteht, dass ich jetzt sage, alle Moslems sind schlecht. Oder dass überlegt wird, wir sollten die Grenzen schließen oder Leute rausschmeißen. Diese Art von Intoleranz geht einher mit den Ansichten der Menschen im Westen, mit dem Mangel an Mitgefühl und Toleranz.

Die Großeltern von Thubten Chodron waren Flüchtlinge und die Vorstellung, Flüchtlinge nicht in ein Land zu lassen, wegen der Dinge die womöglich passieren "könnten", wenn man sie reinließe, wäre wohl jenseits jeglicher menschlicher Handlungsweisen. Wir brauchen einen bestimmten Grad an Vertrauen anderen Menschen gegenüber. Und nur weil einige wenige etwas schreckliches tun, bedeutet es ja nicht, dass der Rest ihrer Glaubensgemeinschaft das auch tut. Dann könnten wir diese Gruppe ausdehnen, da wir ja alle Menschen sind und sagen, wir sind ebenso schlecht wie diese wenigen und wir könnten das selbe auch tun. So vergrößert man dann die Gruppe, gegen die man Vorurteile hat. Das würde aber niemandem helfen.

Hass wird nicht durch Hass aufgelöst, sondern durch Mitgefühl. Gewalt wird auch nicht mit Gewalt aufgelöst, sondern ebenfalls mit Mitgefühl. Das verstärkt nochmal die Entschlossenheit von Thubten Chodron, diese Dinge wie Toleranz und dergleichen zu pflegen. Und nicht nur Mitgefühl mit den Opfern und ihren Familien zu haben, sondern ebenso mit denjenigen, die diesen Angriff begangen haben. Es gab einen Bericht aus dem Stadion, jemand hatte diejenigen beobachtet, die dort um sich schossen. Sie trugen keine Masken und der eine von ihnen sah aus wie 20 und die anderen vielleicht wie 25. Wie mag das Leben dieser Jungen sein, dass sie im Alter von etwa 20 Jahren Menschen umbringen wollen? Wohl wissend, dass sie selbst dabei sterben werden. Was mag in ihnen vorgehen, dass sie denken, es bringt ihnen Glück? Solche Gedanken sind komplett von Ignoranz gekennzeichnet, wo diejenigen gar nicht mehr klar sehen können. Das Karma ist ihnen egal, sie haben nur die Aussicht vor Augen, dass ihnen ewiges Glück versprochen wurde. Sie müssen sich in einem enormen Grad von Verwirrtheit und Leiden befinden, um an solche Ideen zu glauben.

Niemand weiß, in welche Reiche sie kommen. Uns bleibt nur, Liebe und Mitgefühl für sie aufzubringen. Und nicht diese Situation auszunutzen, um immer mehr Trennungen zwischen den Menschen zu erschaffen. Damit soll nicht gesagt werden, dass wir eine Fortsetzung solcher schrecklichen Taten erlauben wollen. Natürlich nicht. Aber es gibt einen Unterschied zwischen der Person und der Tat. Die Tat muss gestoppt werden, aber wir hassen die Person nicht. Hass bringt nur noch mehr Hass. Hoffnung und Treue. Meditieren auf die Dinge wie Liebe, Freude, Mitgefühl und ... meditieren auf Weisheit. Man braucht sich ja nicht auf eine Seite zu begeben, Täter oder Opfer, sondern kann unparteiisch sein.

Es gab ein kleines Video, wo am Schluss die Nationalhymne, die Marseillaise zu hören war. Die Strophen beinhalten soviel Gewalt. Thubten Chodron dachte darüber nach, wie alle ihre Einheit bezeugen wollen, indem sie diese Strophen voller Gewalt singen, um eine Gruppe zu vereinen, die sich gegen fremde Gewalt richtet. Wie eigenartig handeln die Menschen, wenn sie zusammenkommen, weil da ein mächtiger Feind ist. Sie begegnen der fremden Gewalt mit ihrer eigenen Gewalt, um damit zu zeigen, dass sie ihren Feind töten wollen. Als Kind hatte Thubten Chodron Schwierigkeiten, die Welt der Erwachsenen zu verstehen, eben wegen dieser Dinge. Und sie hat immer noch Schwierigkeiten damit. Es ergibt einfach keinen Sinn für sie. Den eigenen Schmerz auflösen zu wollen, indem ich anderen Schmerzen zufüge? Lasst uns Liebe und Mitgefühl hervorbringen. Es kann sein, dass es Kritik gibt, wenn wir Mitgefühl für die Täter aufbringen. Die Menschen können sehr kritisch sein, was diese Dinge betrifft. Aber wenn wir es ihnen nur lange genug und inbrünstig genug erklären, kommen sie vielleicht dahin, das zu verstehen. Und die Vorteile eines liebenden Herzens zu erkennen.


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Beitrag  Der Kapitän am Fr 1 Dez 2017 - 11:51


Notizen vom 24. April 2005

Eine Puja

Am letzten Dienstag war es leerer als sonst im Tibetischen Zentrum.
Noch bevor der Geshe erschien, kam eine Nonne und fragte die wenigen,
die da waren, ob wir wüssten, dass keine Meditation stattfindet. Huch?
Es sollte stattdessen eine Puja stattfinden.

Dazu wurden Texte in tibetischer Sprache rezitiert und um Hilfe gebeten
für die Heilung aller Wesen. Zwischendurch wurden gesegnete Speisen verteilt,
bestehend aus Keksen, Schokolade und verschiedenen Knabbersachen. Gewürztee
gab es auch. Dann ging jemand mit einer Schale durch die Reihen, um von den
Speisen eine kleine Gabe einzusammeln und es den Vögeln nach draußen zu
bringen, stellvertretend für alle nicht Anwesenden.

Den ganzen Tag hatte ich kaum etwas gegessen
und am Abend gab es gesegnete Speisen ...





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Beitrag  Der Kapitän am Fr 1 Dez 2017 - 18:26


Ein Abend im Tibetischen Zentrum

Gestern abend schien alles noch "normal" zu sein. Aber heute morgen sind wir ruckartig aufgewacht mit dem Blitzartigen Gedanken, dass unser Abend im Tibetischen Zentrum doch etwas anders als sonst verlief. Es war rappeldicke voll und ich entdeckte nur noch einen freien Stuhl direkt neben der Tür. Als es losgehen sollte, huschte die Dame links von mir nach vorne. Offensichtlich hatte sie dort ein freies Sitzkissen entdeckt.

Beim üblichen Beginn mit dem Rezitieren der "Sieben Zweige aus dem Gebet der Guten Lebensführung", stürmte plötzlich eine ältere Dame rein, um überfallartig den frei gewordenen Platz neben mir einzunehmen. Eine Weile später schlich ein junger Mann rein, mit Wollmütze und einer Jeans, die hinten beutelartig runterhing. Irgendwie traute er sich nicht und wäre wohl am liebsten die ganze Zeit so stehen geblieben, dicht an die Tür gepresst. Er hatte aber nicht mit den achtsamen Mitgliedern der Versammlung gerechnet. Der erste Versuch schlug fehl, beim zweiten Versuch gab er den Widerstand auf und ging mit gesenktem Kopf in die erste Reihe.

Dann kam noch ein Herr in einem schwarzen Anzug rein (auch etwas anders als die anderen) und setzte sich sofort auf den Fußboden, zunächst seitlich mit Blick zu mir ... *schweißabwisch* ... aber danach mit Blick nach vorn. Die Fragestunde verlief diesmal so, dass der Gesche einige Male wie ein Komiker antwortete und schallend lachte. Das war so ansteckend und einige lachten so sehr mit, dass ich verdächtig an meine eigenen Lachanfälle erinnert wurde. (am 23. März 2004 aufgeschrieben ...)



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Beitrag  Der Kapitän am Fr 1 Dez 2017 - 18:27


Im Tibetischen Zentrum

Leder unter den eigenen Füßen

Tärä, tärä, tärä - tusch, tusch, tusch. Der Gesche war wieder da. Wie herrlich, er lacht immer so herzerfrischend. Es ging um Wut und Hass und Geduld. Eine Besucherin fragte den Gesche, ob er denn die Themen Wut und Hass für sich abgehakt hätte. Durch den Übersetzer erfuhren wir zunächst unter einigem Gelächter: "Ja, er hat das alles seit Jahren schon abgehakt. Er schwöre es!" - aber nur, um uns dann anzuhören, er wäre früher sogar extrem jähzornig gewesen. Und er habe das alles beileibe noch nicht vollkommen abgehakt.

Bei dem Thema, Mitgefühl für die anderen aufzubringen, wurde die Schwierigkeit betont, dass man für irgendwelche Fremden in geruhsamer Meditation immer so leicht Mitgefühl aufbringen kann. Nur für diesen bösen Nachbarn funktioniert das nicht. Also folgte der kleine Vorschlag, erstmal bei dem bösen Nachbarn zu beginnen. Dazu gab es noch einen symbolischen Vergleich. Und zwar die Sache mit dem Leder. Wenn man sich immer nur fürchtet vor Dornen und spitzen Steinen auf seinen Wegen, dann wird man es natürlich niemals schaffen, Vorsorge zu treffen, indem man z.B. die ganze Erde mit einer Lederschicht überzieht. Nein, da wäre es schon ratsamer, das Leder nur unter den eigenen Füßen zu tragen.

Das Problem der Geduld stellte sich folgendermaßen dar: manchmal beginnen große Krisen mit einem einzigen Wort, das entweder nicht so gemeint war oder wenn doch, dass der andere es überbewertet hat. Wir sollten lieber gleich die Bremse ziehen, bevor aus einem winzigen unverstandenen Wort ein großes Drama wird und wir nur deswegen eine (eigentlich) gute Freundschaft verlieren. Soviel dazu ... eine gute Nacht und einen guten Morgen! (erlebt und aufgeschrieben im März 2004)



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Beitrag  Der Kapitän am Fr 1 Dez 2017 - 18:30

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ein Abend im Tibetischen Zentrum ...

Atmen!

Es ist alles ganz einfach.
Wir können das Leid der anderen einatmen
und unser Glück zu den anderen hin ausatmen.
Und schon geht`s uns besser!
Je mehr Phantasie wir dabei entwickeln,
desto kräftiger die Wirkung.

Der Abend im Tibetischen Zentrum war etwas anstrengend.
Wir mussten ohne den Gesche auskommen.
Ich war müde und es folgte eine Meditation nach der anderen,
mit nur wenigen Erklärungen dazwischen.
Mein Kopf fiel immer vornüber, wie in Bus und Bahn.

Aber einmal wurde ich sehr stark an Nebu erinnert.
Wir sollten uns unsere Selbstsucht als
ein hässliches Tier vorstellen, das in uns haust.
Und dann sollten wir das Leid der anderen einatmen
und uns wiederum vorstellen,
wie unsere Selbstsucht von dem Leid der anderen
total aufgefressen wird!
Na, hat das was?

Ein letzter Ratschlag lautete,
wann immer wir uns in einer unangenehmen Situation befinden,
wie z.B. in einer nervigen Teambesprechung,
einfach ein bißchen hin und her atmen!
Unser Glück zu den anderen hin ausatmen
und das Leid der anderen einatmen.
Genau das ist dann die Ursache für unser eigenes Glück,
indem wir den anderen ihr Leid abnehmen.
(erlebt am 30. November 2004)

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Danke

Beitrag  Der Kapitän am Mi 6 Dez 2017 - 7:41


Sravasti Abbey

Exploring Buddhism - Mind and Motivation
https://www.youtube.com/watch?v=cFw9pRVGY7U




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