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Beitrag  Der Kapitän am Mo 11 Jun 2018 - 7:11

Badegäste

Hans Werner Richter (1898 - 1956)

Mit Vergnügen nahm der Fischersohn aus Bansin auf Usedom,
Initiator der 'Gruppe 47', seine Landsleute aufs Korn, nachzulesen
in 'Deutschland deine Pommern' (1970). Doch kommen dort auch
die Badegäste nicht ungeschoren davon - ausgenommen Störche,
die der Insel mitunter von weither aus dem alten Ostpreußen
einen Besuch abstatteten. Für alle menschlichen Badegäste galt
Richters Wort:

"Höflich werden sie behandelt, weil sie Geld an die Küste bringen,
rau werden sie behandelt, weil sie sonst zu nichts nütze sind.
Früher kamen die Gäste vorwiegend aus Berlin. Im Juni rückten
die ersten mit Kisten, Kasten, Koffern an, im Juli hielten sie
den Ort dicht besetzt."

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Beitrag  Der Kapitän am Mo 11 Jun 2018 - 20:17

Alexander von Humboldt
"Schon als Kind, aufgewachsen in der Einsamkeit
und Ruhe des Familienschlosses Tegel bei Berlin,
hat es ihn voller Unruhe nach draußen in die Natur gelockt.
Als junger Mann begann er zu fürchten, dass ein ewiges Treiben in ihm -
als wären es 10.000 Säue - seinen Verstand zerstören könnte.
Nur starke körperliche Arbeit und ausgedehntes Reisen
schienen ihm Erleichterung und Entspannung bieten zu können."
(aus dem Buchjournal 2/2009)

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Beitrag  Der Kapitän am Di 12 Jun 2018 - 20:04

"Altern ist ein hochinteressanter Vorgang:
Man denkt und denkt und denkt - plötzlich
kann man sich an nichts mehr erinnern."
(Ephraim Kishon)

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Beitrag  Der Kapitän am So 17 Jun 2018 - 8:41

"Die Vier Edlen Wahrheiten
lehren uns, dass alles Leiden
auf Ursachen beruht,
die sich abstellen lassen."
(Dalai Lama)

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Beitrag  Der Kapitän am Fr 22 Jun 2018 - 20:12

"Kritiker und Tadler sind, wie Sand und Asche, dazu bestimmt, dich zu reinigen und zu läutern.
Ärgere dich deshalb nicht über jene, die abfällige Bemerkungen über dich machen, sondern nimm
diese Äußerungen leichten Herzens auf und versuche, deine Fehler zu verbessern."
(by Swami Narayananda)

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Beitrag  Der Kapitän am So 24 Jun 2018 - 10:59

Katzenkalender
"Sonnenschein ist köstlich,
Regen erfrischt, Wind kräftigt,
Schnee erheitert. Es gibt
kein schlechtes Wetter,
es gibt nur verschiedene Arten
von gutem." (Jules Renard)

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Beitrag  Der Kapitän am Di 26 Jun 2018 - 23:50

Milarepa sagt:
"Wer nicht erkannt hat,
dass alles eins ist mit der
Glückseligkeit, meditiert
über Leerheit und
bildet sich ein, dass
nichts existiert."

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Beitrag  Der Kapitän am Mi 27 Jun 2018 - 20:49

"Jemand sagte zu Sokrates,
es sei etwas Großes,
ans Ziel seiner Wünsche zu gelangen,
worauf Sokrates erwiderte:

Ja, aber etwas noch Größeres,
überhaupt keine Wünsche zu haben."
(by Claudius Aelianus)




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Beitrag  Der Kapitän am Fr 29 Jun 2018 - 1:39

"Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen
Elendes und in einem der Protest gegen das wirkliche Elend.
Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt
einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist.
Sie ist das Opium des Volkes." (by Karl Marx)

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Beitrag  Der Kapitän am So 1 Jul 2018 - 20:47

"Wäre ich Fürst oder Gesetzgeber,
so würde ich meine Zeit nicht damit verschwenden,
zu sagen, was man tun muss; ich täte es oder schwiege."
(by Jean-Jaques Rousseau)

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Beitrag  Der Kapitän am Di 3 Jul 2018 - 21:13


"Dass es Müllhaufen gibt,
ist kein Grund, die Existenz
von Rosensträuchern totzuschweigen."
(Walter Brandin)



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Beitrag  Der Kapitän am Mi 4 Jul 2018 - 5:33


"Man soll die Menschen nicht nach dem beurteilen,
was sie nicht wissen, sondern nach dem, was sie wissen
und nach der Art, wie sie es wissen." (Marquis de Vauvenargues)

Kommentar mit Bleistift: sehr gut ...  king


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Beitrag  Der Kapitän am Mi 4 Jul 2018 - 6:14


"Die Absicht, dass der Mensch
glücklich sei, ist im Plan der
Schöpfung nicht enthalten." / r
(Sigmund Freud)




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Beitrag  Der Kapitän am Mi 4 Jul 2018 - 20:29


"Um einen Trunk bat mich zur Nacht mein Kind,
mein wilder Kamerad in Spiel und Scherzen
sein Stimmchen bettelte so warm und lind -
und reiche Liebe strömte mir vom Herzen.

Es schaute groß und still mich an beim Trinken
und gab verschwieg`nen Dank, indem es nahm
und schien in meinem Anblick zu versinken,
als tränk es mit, was mir vom Herzen kam."
(by Otto Ernst)



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Paul Dahlke (Buddhist)

Beitrag  Der Kapitän am Do 5 Jul 2018 - 19:32

"Die gefährliche
Kavallerie
ist die Garde der
Prinzipienreiter."

(Paul Dahlke - Arzt und Buddhist, 1865 - 1928)

"Der Launige Satz mit der tiefen Wahrheit stammt von einem Mann, der zu Lebzeiten als echter Exot galt - hatte er sich doch zur Aufgabe gemacht, die oft allzu prinzipienstarren und in ihren Lehrmeinungen festgefahrenen Deutschen mit dem damals noch weitgehend unbekannten Gedankengut des fernöstlichen Buddhismus bekannt zu machen.

Dahlke betrieb als Arzt zunächst erfolgreich eine homöopathische Praxis in Berlin und brachte es bis zum Sanitätsrat. Ab 1898 unternahm er ausgedehnte Reisen nach Ost- und Südostasien, speziell nach Sri Lanka, studierte die dortigen Sprachen und heiligen Schriften und propagierte ab 1906 die Lehren des Buddhismus in Deutschland. Er gründete zunächst ein buddhistisches Kloster in Wenningstedt auf Sylt und 1923 das Buddhistische Haus in Berlin-Reinickendorf, in dem er selbst wohnte und das zum Zentrum des deutschen Buddhismus wurde. Der Gelehrte verfasste über 150 Aufsätze und 22 Bücher, darunter vier Bände mit Übersetzungen von Schriften des buddhistischen Pali-Kanons ins Deutsche."

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Gottfried Benn

Beitrag  Der Kapitän am Do 5 Jul 2018 - 19:37

"Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz
und am Ende wird es nicht die Propaganda sein,
sondern wieder das Wort."
(Gottfried Benn, Dichter und Schriftsteller 1886 - 1956)

"Diese Hoffnung auf einen Sieg der unverstellten Sprache und des wahrhaftigen Wortes
dürfte auch Benns persönliche Sehnsucht gewesen sein, war er doch selbst - wenn auch nicht für lange -
der Sogwirkung unheilvoller Propaganda erlegen.

Der in Berlin als Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten praktizierende Dichter schockierte die literarische Öffentlichkeit 1912 mit seinem morbid-expressionistischen Gedichtzyklus Morgue, in dem er die Erfahrungen von Verfall, Sterben und Leichenöffnung verarbeitete und löste heftige Debatten aus. Seit den 1920er Jahren gehörte er zu den führenden Vertretern der zeitgenössischen deutschen Literatur. 1933 biederte er sich kurzzeitig bei den Nazis an, um dann in die "innere Emigration" als Stabsarzt abzutauchen. Nach 1945 verfasste er formvollendete, melancholische bis pessimistische Gedichte und Prosastücker von großer sprachlicher Eindringlichkeit. Benns Gedichte der verschiedenen Phasen entfalten eine ganz eigene Wirkung, der sich der Leser kaum zu entziehen vermag."



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Beitrag  Der Kapitän am Do 5 Jul 2018 - 19:53

"Güte ist die Haltung des Wissenden und Erfahrenen,
des 'in den Irrgärten des Lebens schon Eingeweihten',
wie es bei Goethe einmal heißt.

Er kennt die Verstrickung allen menschlichen Strebens
in Leid und Schuld und vermag den anderen nur dadurch
zu leiten, dass er selber durch alle die Sorgen schon lange
hindurch gegangen ist, die den anderen jetzt quälen."
(by O.F.Bollnow)

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Beitrag  Der Kapitän am Do 5 Jul 2018 - 20:02

"Auch die Wahrheit gedeiht nur in einer bestimmten Vegetation und Temperatur.
Sobald man sie erhitzt, wird sie fanatisch, sobald man sie unterkühlt, zynisch." (Martin Kessel)

Wink
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Beitrag  Der Kapitän am Do 5 Jul 2018 - 20:30

"Stets bedenke, wie du weit lobenswerter und besser bist, wenn du dich selbst erkennst,
als wenn du dich vernachlässigst und den Lauf der Sterne, die Wirkkraft der Kräuter, die
Veranlagung der Menschen, die Natur der Tiere erkenntest und die Wissenschaft aller
himmlischen und irdischen Dinge besäßest. Gib dich also dir selbst zurück und wenn nicht
immer, so doch wenigstens bisweilen. Beherrsche deine Leidenschaften, lenke deine Taten,
berichtige deine Schritte." (Bernhard von Clairvaux)

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Beitrag  Der Kapitän am Fr 6 Jul 2018 - 10:21

"Die Güte verstärkt sich selber, indem sie Güte hervorruft.
Darum ist sie die zweckmäßigste und intensivste Kraft.
Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinaus sendet,
arbeitet an den Herzen und dem Denken der Menschen.

Unser großes Versäumnis ist, dass wir mit der Gütigkeit
nicht Ernst zu machen wagen. Wir wollen die große Last wälzen,
ohne uns des die Kraft verhundertfachenden Hebels zu bedienen."
(by Albert Schweitzer)

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Beitrag  Der Kapitän am Fr 6 Jul 2018 - 20:51


"Wie ein Schütze, der seine Pfeile zurechtstutzt und gerade biegt,
so ordnet der Weise seine vagabundierenden Gedanken."
(aus dem "Dhammapada", Buddhas barmherzige Unterweisung an uns)




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Beitrag  Der Kapitän am Mo 9 Jul 2018 - 21:30


Walter Benjamin

"Wo soll man eigentlich seine Erleuchtungen suchen?
Walter Benjamin (1892-1940), Philosoph, Literaturkritiker und Filmtheoretiker,
gab auf diese Frage Antworten, die bis heute verstören.

-
Mitten im modernen Leben können  "spirituellle" Erfahrungen den Menschen treffen.
Sie kommen plötzlich, sind unberechenbar und halten sich  überhaupt nicht daran,
auf eine "religiöse" oder "spirituelle" Atmosphäre begrenzt zu sein.

Die Begegnung mit dem anderen Menschen, die Erinnerung an einen fast vergessenen Geschmack,
eine Szene in einem Kinofilm oder ein unerwarteter Gedanke lassen uns Schwellen überschreiten.
In den Blick kommen Erfahrungen, die uns  radikal verändern können.

In einer poetischen Sprache hat Benjamin sie beschrieben. Sein Werk verbirgt ungewöhnlich
reiche und subtile Gedanken, die um diese Begegnungen kreisen.
Da ist die Rede von der Erfahrung der Kindheit, dem Spielzeug, den großen Bahnhöfen
oder von alltäglichen Dingen, hinter denen sich  Appelle verbergen."




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Beitrag  Der Kapitän am Mo 9 Jul 2018 - 21:30


Fundsache (Spruch auf einem Lesezeichen)

"Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen,
eine Nachfrage zu erzeugen, für deren volle Befriedigung die Stunde
noch nicht gekommen ist." (by Walter Benjamin)




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Beitrag  Der Kapitän am Mo 9 Jul 2018 - 21:32


Walter Benjamin


Philosoph

(15.7.1892 in Berlin bis 26.9.1940 in Portbou/Spanien)

"Walter Benjamin war ein deutscher Philosoph und Literaturkritiker jüdischer Abstammung. Er war einer der bedeutendsten Literatur- und Kunstkritiker der 1920er Jahre. Einer seiner Kerngedanken die moderne Kunst betreffend, publiziert in seinem Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" ist, dass durch die beliebige Reduzierbarkeit von Kunstgegenständen diese an Einmaligkeit verlieren und beliebig werden. Benjamin war unter anderem mit Bertolt Brecht. Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Kurt Weill und Hermann Hesse befreundet. Nach der NS-Machtergreifung musste er ins Exil flüchten und nahm sich aus Angst vor der Ergreifung durch die Gestapo 1940 mit einer Überdosis Morphium das Leben."

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Beitrag  Der Kapitän am So 29 Jul 2018 - 9:52


"Es ist schon irgendwie amüsant im Leben:
Wenn man sich weigert, nichts zu akzeptieren
außer dem Besten, bekommt man es ziemlich oft."
(by William Somerset Maugham)





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Beitrag  Der Kapitän am So 29 Jul 2018 - 9:59

"Ein leeres Fass
dröhnt viel lauter,
als ein gefülltes."
(aus Russland)


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Beitrag  Der Kapitän am So 29 Jul 2018 - 11:20


Ruhe und Einsamkeit


"Ruhe und Einsamkeit sind die Vorbedingung alles wirklichen Denkens.
Zu beiden aber lässt es die Art der modernen Lebensführung kaum noch kommen.
Dieser blinde Kampf ums Dasein, diese immer neuen Güter der Zivilisation,
mit welchen uns eine aufs Höchste entwickelte und nie rastende Technik
überschüttet, entfremden uns selber immer mehr, machen einen Verkehr
des Einzelnen mit sich selber, ein Alleinsein mit sich selber, fast unmöglich.
Die moderne Zivilisation mit ihrem Drang nach außen hin hat es zustande
gebracht, dass nichts uns fremder geworden ist als wir uns selber.
Und trifft der Einzelne einmal durch irgendeinen Zufall mit sich selber zusammen -
das Alleinsein mit sich selber macht ihm Langeweile oder Beängstigung
und mit um so größerer Entschlossenheit stürzt er sich auf auf das andere,
auf den anderen. (by Paul Dahlke)

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Beitrag  Der Kapitän am So 29 Jul 2018 - 12:08

"Die gefährliche Kavallerie
ist die Garde der Prinzipienreiter."


Paul Dahlke - Arzt und Buddhist, 1865 - 1928

"Der Launige Satz mit der tiefen Wahrheit stammt von einem Mann, der zu Lebzeiten als echter Exot galt - hatte er sich doch zur Aufgabe gemacht, die oft allzu prinzipienstarren und in ihren Lehrmeinungen festgefahrenen Deutschen mit dem damals noch weitgehend unbekannten Gedankengut des fernöstlichen Buddhismus bekannt zu machen.

Dahlke betrieb als Arzt zunächst erfolgreich eine homöopathische Praxis in Berlin und brachte es bis zum Sanitätsrat. Ab 1898 unternahm er ausgedehnte Reisen nach Ost- und Südostasien, speziell nach Sri Lanka, studierte die dortigen Sprachen und heiligen Schriften und propagierte ab 1906 die Lehren des Buddhismus in Deutschland. Er gründete zunächst ein buddhistisches Kloster in Wenningstedt auf Sylt und 1923 das Buddhistische Haus in Berlin-Reinickendorf, in dem er selbst wohnte und das zum Zentrum des deutschen Buddhismus wurde. Der Gelehrte verfasste über 150 Aufsätze und 22 Bücher, darunter vier Bände mit Übersetzungen von Schriften des buddhistischen Pali-Kanons ins Deutsche." (soeben vom Kalenderblättchen abgetippt)

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Arbeit an sich selber
"Bei der Zivilisation ist es möglich, sich Errungenschaften anderer zunutze zu machen,
wie man an einem Feuer, das andere angezündet haben, sich mitwärmen kann.
Bei der Kultur geht es wie beim Essen. Essen kann jeder nur für sich selber.
Kulturelle Werte können nicht aus der Gesamtheit bestritten werden, sondern
jeder muss sie sich selber erwerben durch Verinnerlichung und Arbeit an sich selber."
Paul Dahlke

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Zwang oder Selbstzwang?
"Jeder wirkliche Zwang für den Menschen geht letzten Grundes nicht von den Dingen,
sondern vom Denken aus und ist somit kein äußerer Zwang, sondern ein Selbstzwang.
In Wahrheit gezwungen werden kann der Mensch nur, wenn er sich selbst zwingt,
und das kann er nur, wenn er die Notwendigkeit dessen, wozu er sich zwingen soll, begriffen hat.
Woraus sich dann wieder ergibt, dass jeder wirkliche Fortschritt nicht durch Gesetze,
Verordnungen oder gar Gewaltmittel, sondern nur durch Belehrung zustande gebracht werden kann."
(by Paul Dahlke - nicht zu verwechseln mit dem modernen Rüdiger Dahlke)

Kommentar: Die Geist-Körperlichkeit ist noch kein Zwang.
Auch der Affekt kann bei der Geist-Körperlichkeit nicht landen.
Das astrale Ideal quält sich mit der Geist-Körperlichkeit.
Zucht bedeutet mittels Räder in Rädern auf
Geist-Körperlichkeit zu verzichten.

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Die Angst vor Schlaflosigkeit
'Werde ich schlafen' ist eine Überschätzung des Ich.
Hier zeigt sich der Segen einer wahren Beurteilung, deren
Wesen der Denker Montaigne in dem kurzen Satz zusammenfasst:
'Was kann den Übles treffen, der bereit ist zu leiden.'
'Es könnte sein, dass ich diese Nacht wieder nicht schlafe.
Gut, ich bin bereit zu dulden!
Es mag auch ohne Schlaf gehen und die Entspannung wird kommen.'
Und es mag wohl sein, dass allein dieser Gedanke des Sich-Fügens
diese Entspannung schafft. Paul Dahlke

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Beitrag  Der Kapitän am Mo 30 Jul 2018 - 10:35

"Je lauter die Stimme der menschlichen Klage,
je tiefer ihr Wehe zur Trauer dich regt, des mächtiger
fliege vom irdischen Tage zur himmlischen Höhe.
Und droben vergehe, was unten dich schlägt."
(Ernst Moritz Arendt)

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Schüler
"Die gefährlichste und dabei alt-eingefleischte Gewohnheit des Schülers
ist es, sich ständig selbst zu verteidigen. Dadurch verfällt er in Selbstbestätigung,
Selbstzufriedenheit, Eigensinn, Verstellung. So wird er niemals lernen, seine Fehler
zuzugeben und sich zu bessern. In der Selbstverteidigung wird er vor Lügen
nicht zurückschrecken, um falsche Behauptungen aufrecht zu halten. Er wird
eine Lüge aussprechen, um eine andere zu verdecken und so ad infinitum lügen.
Wenn der Schüler seine Fehler, Irrtümer und Schwächen zuzugeben wagt,
wird er schnelle Fortschritte machen." (Swami Sivananda Sarasvati)



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Beitrag  Der Kapitän am Fr 10 Aug 2018 - 3:46


Buddhistischer Kalender


"Von seinen 'Stimmungen' muss ein Mensch, der glücklich leben will, sich vor allem ganz unabhängig machen.
Das menschliche Herz ist wirklich nach der Erfahrung jedes Menschen, der sich kennt, bald ein trügerisches,
bald trotziges, bald verzagtes Ding und es ist selten geraten, seinen Eingebungen, die plötzlich kommen und gehen,
zu folgen, sondern Prinzipien, die man sich in ruhigen Augenblicken für das Denken und Handeln festgelegt hat."
(by C. Hilty)


Kommentar: Gegen das Herz oder gar wider das Herz kann niemand handeln.
Man muß also die Qualität und nicht die Formalie des Herzens nutzen und dies unter
einem gesunden Prinzip fassen. Das Herz ist nicht für die Denkförmlichkeiten zuständig.
Das Herz ist für Stimmungen zuständig und Stimmungen sind mächtige Aspekte
während die Denkförmlichkeit nicht einmal eine Laune produzieren kann.

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Beitrag  Der Kapitän am So 12 Aug 2018 - 8:51


Du wolltest nicht

"Ich hätte dir
eine Sonne schenken können
und den halben Mond und
zwei Hände voller Sternblumen -
aber du wolltest nicht.

Nun ist
die Sonne fortgeflogen,
die Sterne sind ausgestreut,
meine Hände sind leer -
und dich will ich nicht."
(Gerrit Engelke)

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Beitrag  Der Kapitän am So 12 Aug 2018 - 21:14


"Das Gewissen ist die Stimme der Seele.
Die Leidenschaften sind die Stimme des Körpers."  
(Jean Jacques Rousseau)




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Beitrag  Der Kapitän am Di 14 Aug 2018 - 2:40

"Im täglichen Leben hat der Mensch aufgehört, in der Gestaltung
des eigenen Selbst die oberste Lebensaufgabe zu sehen;
er hat sich zum Werkzeug der großen Wirtschaftsmaschine gemacht,
die seine Hände gebaut haben. Er bekümmert sich mehr um Leistung
und Erfolg als um sein Glücklichsein und das Wachstum seiner Seele."
(Erich Fromm)

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Beitrag  Der Kapitän am Di 14 Aug 2018 - 2:56

"Der Hass wirkt wie ein starkes Fernrohr, das einen bestimmten
Ausschnitt in starker Vergrößerung heraushebt und heranholt,
den übrigen Bereich aber aus dem Blickfeld verschwinden lässt."
(by O.F. Bollnow)




"Friede erquickt, der Zank erstickt.
Zum Zank gehören stets zwei. Schweigst du,
so ist der Zank vorbei."


Rezept
"Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß
mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor."
(Mascha Kaléko)

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Beitrag  Der Kapitän am Do 16 Aug 2018 - 3:15




"Ich bin guter Laune, denn das Unterwegssein erheitert mich fast immer.
Mit leidlicher Gesundheit, hinlänglichem Geld, einem guten Wagen, zwei fleißigen
erprobten Dienern und einer akkommodanten Geliebten von gutem Herzen und
leichtem Humor umherzureisen ist für mich das Ideal irdischer Glückseligkeit."
(Hermann Fürst Pückler-Muskau, 1. Januar 1840)



aber wir bleiben hier ...  


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Beitrag  Der Kapitän am Do 16 Aug 2018 - 11:10


Boethius


"Wenn du geschwiegen hättest,
wärst du ein Philosoph geblieben."

Boethius erzählt die Geschichte eines Mannes,
der sich aus Eitelkeit als Philosoph bezeichnete.
Ein anderer wollte ihn auf die Probe stellen:
Er werde ihn immer wieder beleidigen, was er
sich als Philosoph ja gefallen lassen müsse.

Als der solcherart Beleidigte schließlich fragte:
"Merkst du nun, dass ich ein Philosoph bin?"
antwortete sein listiger Gegner: ich hätte es
eingesehen, wenn du geschwiegen hättest.

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Beitrag  Der Kapitän am Do 16 Aug 2018 - 20:34

"Nichts wird langsamer vergessen
als eine Beleidigung und nichts
schneller als eine Wohltat."
(by Martin Luther)
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Beitrag  Der Kapitän am Fr 17 Aug 2018 - 19:55


Karl Lagerfeld


(geb. am 10. September 1933/1938 in Hamburg)

"Der Entdecker von Supermodels wie Claudia Schiffer zählt zu den anerkanntesten Modemachern der Welt. Der Mann mit dem strohweißen Haar, dem Fächer und der dunklen Sonnenbrille wuchs als Kind wohlhabender Eltern in Hamburg auf. Unklarheit herrscht über sein genaues Geburtsjahr: während Karl Lagerfeld selbst 1938 angibt, will eine Boulevardzeitung in einem standesamtlichen Register 1933 als Lagerfelds Geburtsjahr entdeckt haben. Lagerfelds Schaffen fand und findet hauptsächlich in Paris, der Welthauptstadt der Mode, statt. Dort stieg er 1983 als künstlerischer Direktor bei Chanel ein, wo er bis heute tätig ist. Lagerfeld spricht vier Sprachen fließend und will laut eigener Aussage Mode zum Anziehen und nicht für das Museum gestalten."

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Beitrag  Der Kapitän am Mo 20 Aug 2018 - 21:30



Ich bin hier nicht


Steht nicht an meinem Grabe und weint,
ich bin hier nicht, ich schlafe nicht.
Ich bin die tausend Winde,
das Diamantenglitzern auf dem Schnee.
Ich bin der Sonnenschein auf reifem Korn,
ich bin der sanfte Herbstregen.

Wenn ihr aufwacht in der Morgenstille,
bin ich der schnelle Flügelschlag
stiller Vögel in kreisendem Flug.
Ich bin der Stern,
sein mildes Licht in der Nacht.

Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin hier nicht. (Bertram Kottmann)

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Beitrag  Der Kapitän am Sa 25 Aug 2018 - 0:12

"Der Christus hat die Welt erlöst
und jeder einzelne muß dies für sich
noch einmal nachvollziehen."
(Alexa Kriele: Die Antwort der Engel)

-
"Nichts Irdisches ist ewig,
aber alles Irdische kann
Sinnbild des Ewigen werden."
(Gertrud von Le Fort)

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Der Kapitän

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