Heimgeschichten

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Heimgeschichten

Beitrag  Der Kapitän am Mi 24 Aug 2011 - 1:23


Gewitter und die verlorenen Schlüssel
Diesmal ich gleich den ersten Eingang benutzen und nicht durch den Innenhof gehen. Vor diesem Eingang saß eine Bewohnerin auf ihrem Rollatorsitz. Vor ihr kniete ein junger Mann, der in ihren Taschen nach ihren Schlüsseln suchte. Huch? Ja, ehrlich - Sie können mich durchsuchen, sprach er, ich hatte der Dame meine Jacke gegeben, wegen des starken Regens und sie nur zum Heim begleitet. Aber jetzt sind ihre Schlüssel weg. Plötzlich fischte er die Schlüssel aus einer Jackentasche, zusammen mit drei Euro. Na, Gott sei Dank. Die drei Euro sollte er zum Dank für die Begleitung behalten. Er freute sich. Denn er war Hartz IV Empfänger und entsprechend knapp dran zum Ende des Monats. Die Dame wollte ihn auch gerne zu einer Tasse Kaffee einladen. Aber er musste noch ganz nach Lübeck, mit seinem Fahrrad und schwang sich auf selbiges, um mit leuchtenden Augen davon zu fahren.



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Opa lebt jetzt in Chiang Mai

Beitrag  Der Kapitän am Mo 14 Nov 2011 - 1:29

Ein Schweizer errichtete in Nordthailand eine Wohnanlage für Alzheimerkranke.
Zunächst nur für seine Mutter, inzwischen gibt es dort 10 Bewohner und 30 Betreuer.

http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2009/alzeimer-opa-lebt-jetzt-chiang-mai-1362


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Beitrag  Der Kapitän am Mo 14 Nov 2011 - 1:33


Hinter jeder Tür ein Schicksal

"Sie kommen, wenn pflegende Angehörige an ihre Grenzen stoßen.
Auf Unterstützung gibt es jetzt einen Rechtsanspruch."

http://www.zeit.de/2010/41/C-Beruf-Pflegeberater




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Ein Interview

Beitrag  Der Kapitän am Mo 14 Nov 2011 - 1:33

Wir werden hier mal eine Seite parken.
Da hat sich jemand an die 300 Altenheime angesehen.
Und es hört sich so an, als wäre er "begeistert" von dem, was er gesehen hat.
Er würde lieber früher, als später in ein Altenheim ziehen.

http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2011/das-wird-lustig-im-heim-11487

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Beitrag  Der Kapitän am Mo 14 Nov 2011 - 1:34


Bloß nicht ins Heim
http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2010/bloss-nicht-ins-heim-5868

Schwester Elviras Gespür für das Glück
http://www.zeit.de/2006/18/Altenpflege

Leben mit Demenz - das Pflegeheim Sonnweid bei Zürich
http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,680225,00.html

Das Ende des Lebens ist auch Leben -
Arno Geiger verarbeitet die Alzheimererkrankung seines Vaters
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,745909,00.html

Leben am Schlauch-Magensonde
http://www.zeit.de/2009/23/M-PEG-Sonde  

Alten-WGs  
http://www.zeit.de/2008/05/Alten-WGs

Im Altenheim  
http://www.zeit.de/2010/28/Sommertipp-Pagagei    




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Beitrag  Der Kapitän am Fr 18 Jan 2013 - 16:20


Trautes Heim – Seniorenheim in Rümänien - 2010
http://www.zeit.de/2010/32/Rumaenien-Altenheim

Schlaflos im Pflegeheim - 2008
http://www.zeit.de/online/2008/34/Altenpflege

Material Vater – Arno Geiger
http://www.zeit.de/2011/08/L-B-Geiger

Altenheim in Breitenberg - 2011
http://www.zeit.de/campus/2011/03/altersheim

Seniorengrafitti  - 2009
http://www.zeit.de/2009/19/WOS-Seniorengrafitti

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Pflegeberater

Beitrag  Der Kapitän am Mo 29 Dez 2014 - 23:16


Beruf mit Zukunft: Pflegeberater
http://www.zeit.de/2010/41/C-Beruf-Pflegeberater





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Eine Heimgeschichte ...

Beitrag  Der Kapitän am Mo 8 Mai 2017 - 18:52

Okt. 2014

am Abend des verrückten Donnerstags wurden wir von einer alten Dame begleitet, die ihre Schwester im Heim besucht hatte. Die Dame wusste gar nicht genau, wo sie war und wir nahmen sie mit. Sie konnte kaum laufen, weil ihre Füße so weh taten und sie kippte immer zu den Seiten weg. Plötzlich hatte Sladdi eine Idee und die Dame hielt sich an dem einem Rollatorgriff mit fest. Wow! Da ging`s besser. Sie hat zwar einen Rollator im Keller stehen, der aber viel zu schwer ist und niemand kann ihr tragen helfen. Aber mit Stock mag sie noch nicht gehen, vielleicht später. Sie sei doch erst 84 Jahre alt.

Kommentar: die Menschen sind ja so toll und verleugnen lieber, wenn sie einen Stock brauchen. Sladdi ist in der Pflicht nüchtern zu bleiben. Sie erlebt da in ihrem Umfeld lauter sentimentale Geschichten. Wenn sie nicht nüchtern bleibt, landet sie auf Nialba, dem Planet der Leiden. Undank ist der Welten Lohn. Sladdi wird gehasst, weil sie die Sentimentalität in Frage stellt. Weil sie ihr Wunschbild von sich selbst nicht bestätigt. Solche Unerquicklichkeiten haben wir jetzt. Vor solchen Unerquicklichkeiten läuft Devino noch weg. Der schweizer Kollege hat noch gar nicht mitgekriegt, dass es solchen Unerquicklichkeiten gibt.

Alltagsunterschiede billig als Mensch machen. Ökonomisch. Sladdi ist nie zum freien Willen gekommen. Sie hatte bisher nie die Muße. Aber sie soll sich jetzt nicht zusätzlich einen Kopf darum machen. Sie wird schon genug konfrontiert durch die Telefonate jeden Tag. Wir arbeiten u.a. am Thema Moppeligkeit und Waschmaschine. Die Menschen arbeiten die Dampflokunterschiede für Odin aus. Und Sladdi arbeitet mit der Sophia, die Tierhaltungen studieren möchte. Die Menschen widmen Odin ihr Leben. Gleichnis und Bildnis für Odin ausarbeiten.

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Zwei Begegnungen ...

Beitrag  Der Kapitän am Mo 16 Okt 2017 - 12:44

letzte Woche sah ich eine Heimbewohnerin in unserer Ladenreihe und wollte grüßend weitergehen.
Aber sie steuerte auf mich zu, um zu fragen, wie es meiner Mutter geht. Na ja, den 89 Jahren entsprechend.
Oh? Die besagte Heimbewohnerin war erst 82. Als sie damals in eine Seniorenwohnung zog, hatte sie
den Job übernommen, den Geburtstagskindern die obligatorische Pflanze zu bringen, samt Kuchen und Kerze.
Inzwischen hat sie den Job aufgegeben.

Und dann berichtete sie von bevorstehenden Umbaumaßnahmen in großem Stil. Man hätte ihr schon gesagt,
ihre Möbel müssen ausgelagert werden während der Umbauarbeiten. Die Seniorenwohnungen bekommen einen
neuen Fußboden und Bad und Küche neu. Ihr graute davor und sie befürchtete sogar, selber eventuell in einen
anderen Ort ausgelagert zu werden. Was natürlich wegen ihrer Ärzte ein Unding wäre. Sie braucht doch
"ihre" Ärzte. Hüstel.

-
Und gestern sahen wir eine noch ältere Heimbewohnerin von weitem mit ihrem Rollator spazierengehen.
Oh Mann, wir hatten sie länger nicht gesehen und ihr Name fiel uns nicht mehr ein, erst als wir auf dem Rückweg
direkt aufeinander zugingen wussten wir ihren Namen wieder. Die Sonne blendete und sie hatte Mühe, uns
einzuordnen. Wenn sie früher mal unseren Weg kreuzte rief sie uns immer strahlend zu: Gucken Sie mal, ich lebe
immer noch! Im November wird sie 99. Ihre Tochter wohnt nicht in Hamburg, die soll auch bei ihrem Mann bleiben.
Man muss die "Jugend" in Ruhe lassen, so war ihre Einstellung. Wir kennen noch einen Heimbewohner,
der wird im November 100 Jahre alt.


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Unruhe

Beitrag  Der Kapitän am Sa 11 Nov 2017 - 9:56


Unruhe
Ein Mobilé mit Schmetterlingen. Plötzlich hing es da
und niemand wusste, wer der Überbringer war. Manchmal ist es
super wichtig und wird den ganzen Tag nicht aus dem Auge gelassen.
Aber manchmal auch nicht. Das eine Auge sagt schon Bescheid, wenn wir
die Schmetterlinge zum Tanzen bringen sollen. Es wird dann so groß, als
wollte es das fehlende Auge ersetzen. Es findet sich niemand mehr,
der das Glasauge einsetzen könnte. Die drei Teddybären
überm Bett müssen übrigens mittanzen.




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